CARLOS ZAPATA

Música andina. Este término se aplica a una gama muy vasta de géneros musicales originados en los Andes suramericanos, aproximados al área habitada por los Incas previa al contacto europeo. Esta área incluye Perú, Bolivia, Chile, Argentina , Ecuador y Colombia.

Se interpreta con una variada gama de instrumentos autóctonos. En algunas regiones y países se caracteriza por la interpretación con instrumentos como la zampoña, quena, charango y bombo. En otros lugares los instrumentos básicos son el requinto (guitarra pequeña de registro alto para melodías), la guitarra, el tiple y la bandola. Entre los artistas más destacados de esta corriente musical regional se incluye a los grupos bolivianos y chilenos como Los Kjarkas e Inti-Illimani.

Los siguientes géneros musicales son considerados como parte de la música andina en América del Sur:

* En Colombia: bambucos, pasillos, valses.
* En Ecuador: sanjuanitos [1], albazos [2], yaravíes y tonadas.
* En Peru: huaylas,carnavalitos, huaiños y yaravíes.
* En Bolivia: huaynos, tinkus, carnavalitos y sayas. Cueca
* En Chile: chacareras y trotes
* En Argentina: carnavalitos, chacareras, tonadas, Cueca




                 

   Zampoña ó Siku           Charango                           Quena                                      Bombo

Als Andine Musik bezeichnet man die Musik der so genannten Andenländer, insbesondere die von Bolivien, Peru und Ecuador, die ein gemeinsames traditionelles Erbe aufweisen.

Geschichte

In präkolumbischer Zeit entwickelten sich in der Andenregion diverse Tänze und Musikformen, die auf der so genannten Obertonharmonik basierten. Dies bedeutet, dass anstatt der in der westlichen Musik dominierenden Tonleiter die Obertonreihen die Basis der Melodien bildeten. Die Instrumente dieser Zeit waren ausschließlich Blas- und Perkussionsinstrumente.

Mit dem Eintreffen der Spanier vermischten sich diese Stile mit den für Europa typischen Musik- und Harmonieformen. Die Musik integrierte Saiteninstrumente wie das Charango (eine kleine Mandolinenform) und die Gitarre. Dennoch blieben Reste der Obertonharmonik in der Musik erhalten, ebenfalls die Dominanz der Blasinstrumente, besonders die diverser Flöten und Panflöten.


Tänze und Rhythmen

* Carnavalito: Schneller Tanz im 3/8-Takt, ursprünglich aus dem Tiefland Boliviens, der sich in der Folklore der Andenländer großer Beliebtheit erfreut.

* Saya: Relativ schneller Tanz, der in einer Mischform zwischen 4/4- und 12/8-Takt vorgetragen wird und deswegen sehr funky klingt.

* Huayno: Beliebter Tanz im 2/4-Takt. Wird besonders im Titikakaseegebiet und Bolivien auch Huayño oder Wayño genannt.

Musikinstrumente

* Siku: eine Art Panflöte, von der es verschiedene Größen gibt
* Erke: ein langes Blasinstrument, das einem Alphorn ähnelt
* Quena: eine Kerbflöte mit besonderer Anblastechnik
* Charango: Kleines, mandolinenähnliches Saiteninstrument, dessen Korpus aus dem Panzer eines Gürteltieres hergestellt wird.


Charango

Das Charango ist ein kleines Zupfinstrument aus der südamerikanischen Andenregion, bei welchem als Resonanzkörper ursprünglich der getrocknete Panzer eines Gürteltieres verwendet wurde. Heutzutage wird der Resonanzkörper überwiegend aus Holz -seltener aus Schildkrötenpanzer gebaut. Während die äußere Form ähnlich einer Gitarre oder Laute ist, ist die Größe des Instruments stark variierend, aber meist wesentlich geringer, gewöhnlich vergleichbar mit einer Ukulele.

Aufbau

Grundsätzlich kann man bei der Bauweise zwischen Charangos aus Gürteltier (Quechua: Khirkinchu, Quirquincho), ausgehöhltem Holzblock und der Gitarre analogen Bauweise unterscheiden. Letzteren Bautypus trifft man häufig in Peru (vor allem Ayacucho, aber auch Cuzco und Arequipa) an, während man in Bolivien häufiger Charangos, welche aus einem einzigen Stück Holz geschnitzt, und manchmal auf ihrere gewölbten Unterseite mit kunstvoll geschnitzten Bildern verziert sind sieht.

Charangos aus Gürteltier gelten oft als klanglich den Holzinstrumenten unterlegen oder gar minderwertig. Man muss jedoch in Betracht ziehen, dass in den ländlichen Regionen, wo die Gürteltier-Charangos noch häufig gespielt werden, ein anderer Musikstil gepflegt wird, als das, was im allgemeinen als "Andine Musik" bezeichnet wird. Dort werden die Charangos mit Metallsaiten gespielt und ein direkter Qualitätsvergleich ist deshalb nicht zulässig .

Je nach Charangotyp ist das Griffbrett mit 5 bis 17 Bünden (oder noch einigen mehr) versehen.

Spielweise

Gegriffen wird mit der linken Hand, während die rechte die fünf Nylon- Doppelsaiten (seltener auch Metallsaiten, oder auch Nylon- und Metallsaiten gemischt) mit unterschiedlichen Stärken spielt. Die Tonhöhe ist dabei nicht in aufsteigender Reihenfolge, sondern überkreuzt. Die gebräuchlichste Stimmung, das Charango Tipo oder a-moll 7 Stimmung, ist e"e"-a'a'-e"e'-c"c"-g'g' ( spanisch: SOL DO MI LA MI). Die mittleren Saiten sind unterschiedlich gestimmt, ein hohes und ein tiefes e, die obersten beiden g, dann die vierten mit a, die zweiten mit c und die unteren wieder mit einem hohen e. Dadurch ist es für gitarregewohnte Spieler relativ schwer, das Instrument zupfend zu spielen.

Sehr verbreitet ist die rhythmische Schlagtechnik, bei der alle Saiten gemeinsam als Akkord gespielt werden. Begleitet wird so die traditionelle andine Musik, wie z.B. Cueca oder Huayño. Gehalten wird das Charango dabei relativ hoch mit dem Klangkörper an der rechten Brust, alternativ auch sitzend auf dem rechten Oberschenkel.

Ursprung

Die Wurzeln des Charangos vermutet man in der bolivianischen Silberstadt Potosí im 16. Jahrhundert, als Menschen aus aller Welt in dieser Stadt zusammen kamen und Instrumente wie Gitarren, Vihuelas und Leiern mitbrachten. Zahlreiche Abbildungen in lokalen Kirchen deuten darauf hin. Der Name kommt von den beiden Wörtern Charanga (etwa Musik mit Blechinstrumenten) und Charanguero (roh, grob, ungehobelt). Im Jahr 2006 hat Bolivien das Instrument als das musikalische Erbe Boliviens deklariert. Am 4. September 2007 hat das Instituto Nacional de Cultura von Peru das Charango als kulturelles Erbe von Peru deklariert. Ursprünglich wurde nur in abgelegeneren Regionen ein Gürteltierpanzer als Resonanzkörper benutzt, während man in den Städten Resonanzkörper aus Holz nahm. Heute nehmen alle professionellen Charangospieler wegen des besseren Klangs Instrumente aus Holz. Instrumente aus dem Panzer des vom Aussterben bedrohten Gürteltiers werden aber noch an Touristen verkauft, obwohl der Export von Gürteltier-Produkten aus dessen Herkunftsländern verboten ist.

Heutige Verbreitung

Durch die Entwicklung eines Folklorestils der gesamten Anden breitete sich das Charango weit über den ursprünglichen Verbreitungsraum aus, so dass das Instrument heute nicht nur in Bolivien und Peru, sondern auch in Ecuador und im Nordosten Argentiniens eine große Rolle in der Folkloremusik spielt. Durch zahlreiche Straßenmusiker wurde es weltweit bekannt.

Quena

Die Quena, eine traditionelle Flöte aus dem Andenraum

Die Quena (Quechua/Aymara: Qina), auch Andenflöte genannt, ist ein südamerikanisches Holz- oder Bambusblasinstrument, das besonders in Peru und Bolivien verbreitet ist.

Sie ist eine Kerbflöte, hat also kein gesondertes Mundstück. Während bei der Blockflöte der Luftstrahl kanalisiert wird, um die Spalte (Labium) zu treffen und den Ton zu erzeugen, muss man bei der Quena den Luftstrahl formen, um die scharfe Vibrierkante zu treffen.

Ursprünglich wurde die Quena mit 3 oder 5 Löchern in Dur-Tonleitern gespielt; heute hat sie meistens 7 Löcher. Durch die Gabelgriffe oder durch Halbabdecken der Löcher ist sie auch chromatisch spielbar.

Den Ansatz (wie die Lippen gestellt werden, um einen Ton zu erzeugen) der Quena findet man in zahlreichen Instrumenten auf der ganzen Welt, z. B. bei dem japanischen Shakuhachi.

Kein anderes Blasinstrument, das solche technische Möglichkeiten bietet, wie Chromatik, differenzierte Dynamik, fasst drei Oktaven (!) Tonumfang, sogar Klangfarbenmodulation und ist so preiswert wie eine Quena. In Peru und Bolivien kostet sie zwischen 50 cent (aus Bambus oder Plastik) und 100 Euro (hochentwickelte Modelle aus hartem Holz, teilweise mit einem Mundstück aus Knochen).


Zampoña - Siku (Panflöte)


Siku (auch Sicu oder Sico) heißt eine Form der Panflöte in den mittleren Anden, insbesondere auf der Hochebene des Altiplano und in den umgebenden Gebirgszügen, die zu Peru, Bolivien, Chile und Argentinien gehören. Sie hat seit frühen Zeiten eine besondere Bedeutung für die dort ansässige Bevölkerung. Sikuri heißt der Spieler der Panflöte, aber auch eine zugehörige, traditionelle Musikform.

Etymologie [Bearbeiten]

Das Wort Siku stammt aus dem Aymara, wird aber auch in einigen nahegelegenen quechuasprachigen Regionen verwandt. Außerdem findet man oft neben weiteren auch folgende Namen: Phusa (Aymara), Antara (Quechua), Ayarachi/Aarachi/Ayarichi/Ayrachi (Quechua/Aymara), Phuku (Quechua), Lakita (Aymara). Zampoña ist schließlich das spanische Wort für Hirtenflöte, welches die Conquistadoren auf dieses Instrument übertrugen.

Spieltechnik und Eigenschaften [Bearbeiten]

Die traditionellen Panflöten im Titikakaseegebiet werden grundsätzlich paarweise gespielt, d.h. daß immer zwei Personen ein Instrument spielen. Bei der häufigeren Variante, welche Siku genannt wird verteilen sich die Töne der Tonleiter abwechselnd auf die eine oder die andere Hälfte. Das ermöglicht schnelle Wechsel und große Sprünge zwischen den einzelnen Flötenrohren. Eine verbreitete Stimmung ist folgende:

H – c – d – e – fis – g - a – h – c’ – d’ – e’ – fis’ – g’ – a’ - h’

Die Töne verteilen sich so auf zwei Hälften, welche Ira (die Führende) und Arka (die Folgende) genannt werden:

* Ira: c - e - g - h – d’ – fis’ – a’
* Arka: H - d - fis - a – c’ – e’ – g’ - h’

Je nach Region werden die Flötenhälften auch jeweils als männlich oder weiblich angesehen. Die hier gezeigte Stimmung in e-Moll ist nur eine von vielen. Das Verhältnis der Töne zueinander ändert sich kaum, oft entsprechen andere Stimmungen z.B. h-Moll oder d-Moll diesem Verhältnis. Es gibt aber auch pentatonisch gestimmte Panflöten oder sogar hexatonisch, d.h. nur mit Ganztonschritten, was für europäische Ohren „schief“ klingt. Der Tonumfang der Siku umfasst in den verschiedenen Größen nahezu alle möglichen Tonlagen, sodaß für das kürzeste Rohr 2cm, für das längste dagegen 1,50m angegeben wird. Bestimmte Tänze werden dagegen mit ungeteilten Instrumenten begleitet, mit bis zu 17 Rohren. Dennoch ergänzen sich die Flöten durch die Spieltechnik paarweise, da auch hier die Töne abwechselnd von der einen und der anderen Flöte erklingen. Insgesamt fällt auf, daß selbst bei den 17-rohrigen Instrumenten Glissandi sehr selten gespielt werden und sie scheinbar eher zufällig vorkommen, im Gegensatz etwa zu europäischer Panflötenmusik. Eine weitere Besonderheit der erwähnten Panflöten sind die besonders in der traditionellen Musik verwendeten Resonanzrohre, die hinter den gespielten Rohren angebracht sind und entweder etwa halb so lang sind wie die ersteren oder aber genauso lang, jedoch unten offen. Sie klingen somit mehr oder weniger eine Oktave höher und produzieren einen volleren, oft auch obertonreichen Klang. Der obertonreiche Klang entspricht dabei den andinen Vorstellungen musikalischer Ästhetik.

Bombo

Die Bombo gehört zu den Membranophonen und ist ein zylindrisches Zweifell-Membranophon oder eine große Trommel, die in der Vertikale gespielt wird, indem der Trommler sie mit einem Riemen über die Schulter vor dem Körper trägt. Das Instrument besitzt eine flexible Knebelspannung und ist auch bei verschiedenen Wettereinflüssen gut stimmbar.

Sie ist vor allem bekannt aus Militärkapellen und von Volksfesten in Italien und der Iberischen Halbinsel.